Barcelona bestickt.

aa60ac61b76d67b441bb293f1fad10ee_resizedEine bestickte Häuserfassade am Placa de Lope de Vega in Barcelona.
Antje und Harry haben sie für mich entdeckt.

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1965!

Eigentlich wollte ich House of Cards gucken. Oder Outlander? Oder doch lieber Downton Abbey. Egal. Irgendwie landete ich auf Kasias Blog und kam da nicht mehr runter. Kasia liebt Schnitte aus alten Burda-Magazinen. Ich habe noch drei. Aus den Jahren 1965 ff. Das hier finde ich am heißesten:

burda1965Kasia, ich hoffe, sie gefallen dir!

PS: Aenne Burda hat den Aenne Burda Verlag von ihrem Mann geschenkt bekommen, als sie 40 Jahre alt war und mittlerweile Mutter von drei Kindern. Warum? Es war als Wiedergutmachung gedacht – für ein Techtelmechtel außerhalb des heimischen Schlafzimmers.

Barba Rhabarba

Nachdem Ute im Wendland so ein wahnsinnig gutes Rhabarber-Baiser hingelegt hat, habe ich die Vorlage genutzt und die erste Ernte im Garten (ja, richtig, Rharbarber …) dazu genutzt, ihr nachzueifern …

Rhabarberkuchen

Zutaten:
500 g Rhabarber
225 Mehl
1,5 TL Backpulver
150 g Butter
100 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Vanilleschote
5 Eier
150 g Puderzucker
1 Zitrone bzw. 1 TL Zitronensaft

Prise Salz

A / Zubereitung Teig:

1. Rhabarber schälen und in 1cm große Stücke schneiden. Mit dem Mark der Vanilleschote vermengen und beiseite stellen.
2. Den Zucker mit 2 Eigelb in eine Schüssel geben und mit dem Mixer schaumig schlagen. Dann die Butter unterrühren.
3. Mehl und Backpulver auf die Zucker-Eigelb-Butter-Masse sieben und unterrühren. Die 2 übergebliebenen Eiweiß aus Schritt 2 ebenfalls in die Masse rühren.
4. Teig auf einem Backblech verteilen und Rhabarberstücke gleichmäßig darauf verteilen.

25 Minuten bei 180°C Umluft backen

B / Zubereitung Baiser:

5. Eiweiß von 3 Eiern steif schlagen und den Puderzucker reinsieben. 1 Prise Salz und den Zitronensaft dazugeben.
6. Eischnee-Masse gleichmäßig auf dem etwas abgekühlten Kuchen verteilen.

Jetzt noch mal:

20 Minuten bei 150°C Umluft backen

Nicht abgekupfert!

Heute war ich bei Aurubis, das ist eine Kupferhütte im Süden Hamburgs. Eigentlich gewinnt das Unternehmen mittels Elektrolyse (Was war das noch mal?) Edelmetalle aus Erzgesteinen, aber auch aus Elektroschrott und überhaupt Metallabfällen wie Kupferrohren, Tanks, Sägespänen usw. Ich wurde übers Betriebsgelände geführt und erhielt eine kleine Einführung in das Thema Metallrecycling und Goldbarrengewinnung. Übrigens Letzteres vor Ort allein aus der Extraktion von Gold aus Platinen, also Computern, Handys usw.

Danach gab es etwas, was ganz nach meinem Geschmack war. Ein Goldschmiedemeister, Kupferschmiede gibt es leider nicht mehr so viele, war anwesend und gab einen Crashkurs in Sachen Kupferschmuckherstellung. Ich durfte mir aussuchen, was ich machen möchte. Da ich kein Kettenträger bin, entschied ich mich für einen Ring.

Sägen

Ich bekam eine Metallsäge in die Hand gedrückt und sägte mir einen Ringrohling von einem ganz normalen Stück Kupferrohr, so wie es die auch im Handel gibt, ab. Etwas schief, aber man soll ja sehen, dass das Teil nicht aus China kommt. Dann habe ich die Ecken entgratet – mit einer ganz normalen Rundpfeile – und mich mit Schleifklotz, Sandpapier und Schleifwolle ans Werk gemacht, das Ding zu polieren. Viel zu früh, wie sich herausstellte, denn dann viel mir etwas ein …

Unter den aufgereihten Materialien lag etwas, was eigentlich gar nicht dahin gehörte … Kupfertropfen sozusagen. Sie entstehen, wenn man flüssiges Kupfer in Wasser leitet. Eine Sache, die man nicht unbedingt Zuhause nachmachen sollten bzw. kann, da Kupfer einen hohen Schmelzgrad hat. So sah die Kupferknospe aus:

Kupfertropfen1

Eigentlich perfekt, um meinen Ring zu krönen. Denn der war jetzt erst mal nur ein polierter, entgrateter Rohling. Schön schlicht, aber mehr auch nicht. Da ich in der Ausbildungswerkstatt von Aurubis war, schwirrte da auch irgendwo Herr Maar herum. Der die Schweißer ausbildet … der kennt sich bestimmt auch mit Löten aus. Und klar, kannte der sich aus, und wie! In Sekundenschnelle war mein Ring aufgebarrt und die Kuperknospe positioniert. Jetzt sollte es Lötzinn mit einem hohen Silberanteil schaffen, das eine auf das andere zu bringen:

Flamme

Es gelang! Aber: und das war mit nicht klar – der Glanz war futsch. Aber richtig! Stattdessen trug mein Ring nun eine matt-graue Legierung. Herr Maar wusste, dass das passiert, ich nicht. Und wurde ähnlich grau im Gesicht wie mein neuer Ring. Nein, nicht wirklich. Kurz eingetaucht (Wo hinein noch mal, Herr Maar?) sah er wenigstens wieder kupferfarben aus, wenn auch ohne Glanz, aber immerhin. Das bekomme ich vielleicht poliert.

Ich machte mich also noch mal mit der Schleifwolle ans Werk, um dann – ein Tipp vom Goldschmiedemeister – dem Ganzen mit einem ganz normalen glatten Schaft eines Werzeuges (das kann eine Ahle, ein Nagel o. ä. sein), das finale Finish zu geben. Und tatsächlich: der Glanz kehrte zurück. Nicht so wie vorher … aber ich vermute, wenn man das lange genug macht, vielleicht auch das …

Ihr wollt wissen, was dabei herausgekommen ist? Voila! Darf ich vorstellen: Ring Ring.
Ring

Damit Ring Ring nicht anläuft und auf der Haut gelb grüne Spuren hinterlässt, wird der Schmuck zum Schluss lackiert. Ja, ihr habt richtig gehört. Mit einer Art Sprühlack, und zwar dem hier:

Sprühlack

IKEA Hack: Tapetenlampe

IKEA-Hack-1

Stecklampe (von IKEA), Tapete, Decopatch Kleber, Pinsel, Cutter, Schere

Und so geht’s:
Tapete mit der Motivseite auf eine ebene Unterlage legen. Lamellen an einer Seite mit Decopatch-Kleber bestreichen
und auf die Tapete legen. Gut andrücken, beschweren und trocknen lassen. Nach dem Trocknen mit Cutter an der Kontur der Lamellen entlangfahren. Ggf. mit einer kleinen feinen Schere nacharbeiten. Wenn alle Lamellen auf diese Weise bearbeitet sind, werden die Löcher für die Steckpins vorgestochen. Das macht ihr am besten mit einer Ahle oder einer großen stumpfen Stopfnadel oder einer Stricknadel. Zum Schluss werden die Lamellen an den dafür vorgesehenen Ring gesteckt. Jetzt
passt der Lampenschirm zur Tapete. Aber wie!

Abreißkalender oder Oma Karin wird 75!

Kalendarium

Es ist noch nicht zu spät, 2015 hat gerade erst angefangen.
Die Vorlage für diesen wundervollen Kalender könnt hier herunterladen.

Was ihr sonst noch benötigt?
ein altes Brett, eine Bilderöse zum Aufhängen und 2 M8 Schrauben
mit Muttern und Unterlegscheibe (8 cm lang). Das war’s. Ach ja:
Die Schelle hing noch am Brett und wurde umfunktioniert zum Stiftehalter.